| Django Reinhardt - the Guitar-Maestro |
Geboren als Jean-Baptiste Reinhardt im belgischen Liberchies in der Nähe von Charleroi im Januar 1910, wuchs "Django" Reinhardt in den späten 20er Jahren zusammen mit seiner Mutter Negros und seinem jüngeren Bruder Joseph "Nin-Nin" hauptsächlich in und um Paris auf. Durch und durch in einer Musikerfamilie aufwachsend (schon sein Vater war ein unter den Sinti berühmter Musiker), lernte der junge Django zunächst Musik mit dem Banjo zu spielen. ![]() Gänzlich ohne Noten und als reiner Autodidakt spielend, war sein junges musikalisches Genie schnell zu spüren, so dass er sehr früh bereits im Alter von 12 Jahren von damals in Paris sehr bekannten Akkordeonisten wie Guerino und anderen als Begleitmusiker engagiert wurde. Sehr schnell wechselte er dann auf die Gitarre, immer interessiert an neuen Herausforderungen und ganz besonders fasziniert durch den aus Amerika kommenden Jazz der frühen 20er Jahre, lernte er sehr schnell alles was er hören und irgendwie spielen konnte mit einem nahezu fotografischen, musikalischen Gedächtnis. Ein schwerwiegendes Ereignis unterbrach im Alter von ca. 18 Jahren jäh seine Karriere als Musiker. Durch ein Feuer in seinem Wohnwagen wurde er mit schwersten Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem er anschliessend etwa 1 1/2 Jahre im verbringen musste. Das Feuer hatte seine ganze linke Seite sehr schwer verletzt, insbesondere seine wichtige linke Hand wurde dabei so schwer verkrüppelt, dass er seinen kleinen und den Ringfinger fast nicht oder nur sehr schwer bewegen konnte. Man prophezeite ihm damals dass er nie wieder würde Banjo oder Gitarre spielen können.Nach etwas mehr als einem halben Jahr der Genesung, brachte ihm sein Bruder Joseph seine Gitarre mit ins Krankenhaus und er begann mit einem absolut eisernen Willen gegen seine grossen Schmerzen zu arbeiten - zu üben, üben und nochmals zu üben ... bis er nach einem weiteren Jahr halbwegs geheilt entlassen werden konnte. In dieser Zeit hatte er das Unmögliche möglich gemacht und seine Musik für sich zurück erobert!In den folgenden Jahren wurde Charles Delauney, ein französischer Jazzfan und Förderer, zu seinem persönlichen Mentor, der ihn viele Jahre begleitete. Durch Gründung des "Hot Club de France" einer Art Verein zur Förderung des französischen Jazz, brachte Delauney in den folgenden Jahren viele später weltberühmte Jazz-Musiker wie z.B. Dizzie Gillespie oder Duke Ellington für Konzerte und Jam-Sessions u.a. auch mit Django Reinhardt zusammen. Im Jahre 1934 erfolgte dann die Gründung des "Quintette du Hot Club de France ", nachdem Django und Stephane Grappelli - beide Mitglieder der damaligen Band von Louis Vola, sich 1934 kennen gelernt hatten. Als Besetzung des ausschliesslich aus Saiteninstrumenten bestehenden "Quintette du Hot Club de France" kristallisierte sich später die folgende Besetzung heraus: Django Reinhardt (Sologit.), Stéphane Grappelli (Viol. Piano), Joseph Reinhardt (Rhythmgit), Roger Chaput (Rhythmgit.) der später durch Pierre "Baro" Ferret abgelöst wurde und am Bass Francis Luca. ![]() Die in den späten 20er und bis in die 1940er Jahre durch das "Quintette du Hot Club de France" gemachten Tonaufnahmen sind legendär und nach wie vor Zeitzeugen dieser aussergewöhnlichen Musiker. Wer interessiert ist kann hier eine recht detaillierte und gut gemachte Biografie von Django Reinhardt (in englisch) nachlesen . mehr lesen |
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Geboren als Jean-Baptiste Reinhardt im belgischen Liberchies in der Nähe von Charleroi im Januar 1910, wuchs "Django" Reinhardt in den späten 20er Jahren zusammen mit seiner Mutter Negros und seinem jüngeren Bruder Joseph "Nin-Nin" hauptsächlich in und um Paris auf. 
dass er seinen kleinen und den Ringfinger fast nicht oder nur sehr schwer bewegen konnte. Man prophezeite ihm damals dass er nie wieder würde Banjo oder Gitarre spielen können.
In dieser Zeit hatte er das Unmögliche möglich gemacht und seine Musik für sich zurück erobert!





