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Django Reinhardt - the Guitar-Maestro
Django 1933Geboren als Jean-Baptiste "Django" Reinhardt im belgischen Liberchies in der Nähe von Charleroi am 23. Januar 1910, wuchs Django Reinhardt in den frühen 20er Jahren zusammen mit seiner Mutter Negros und seinem jüngeren Bruder Joseph "Nin-Nin" hauptsächlich im Raum Paris auf (siehe auch Django Reinhardt - Private Life).

Durch und durch in einer Musikerfamilie aufwachsend (schon sein Vater war unter den Sinti ein berühmter Musiker), lernte der junge Django mit ca. 10 Jahren Musik zunächst auf dem Banjo zu spielen.django reinhardt mit 12 Jahren
Gänzlich ohne Noten und als reiner Autodidakt spielend, war sein junges musikalisches Genie schnell zu spüren.

So sehr dass er schon früh bereits im Alter von 12 Jahren (siehe Foto rechts) von dem damals in Paris sehr bekannten Akkordeonisten namens Guerino und später auch einigen anderen zunächst als Begleitmusiker engagiert wurde. Guerino

Relativ schnell wechselt er dann auf die Gitarre, immer interessiert an neuen musikalischen Heraus- forderungen und ganz besonders fasziniert durch den aus Amerika kommenden Jazz der frühen 20er Jahre, lernte er sehr schnell alles was er hören und irgendwie nachspielen konnte mit einem nahezu fotografischen, musikalischen Gedächtnis.

Ein schwerwiegendes Ereignis unterbrach im Alter von ca. 18 Jahren jäh seine junge Karriere als Musiker. Django 1930Durch ein Feuer in seinem Wohnwagen wurde Django mit schwersten Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem er anschliessend etwa 1 1/2 Jahre im verbringen musste.
Das Feuer hatte seine ganze linke Körperhälfte sehr schwer verletzt, insbesondere seine linke Hand wurde dabei so schwer verkrüppelt, Djangos linke Handdass er seinen kleinen und den Ringfinger fast nicht oder nur sehr schwer bewegen konnte (siehe Foto links).

Die Ärzte prophezeiten ihm damals dass er nie wieder würde Banjo oder Gitarre spielen können, so schwer waren seine Verletzungen.
Nach etwas mehr als einem halben Jahr der Genesung, brachte ihm sein Bruder Joseph seine Gitarre mit ins Krankenhaus und Django begann mit einem absolut eisernen Willen gegen seine grossen Schmerzen an zu arbeiten - zu üben, üben und nochmals zu üben ... bis er nach einem weiteren Jahr halbwegs geheilt entlassen werden konnte. In dieser Zeit hatte er das Unmögliche möglich gemacht und seine Musik für sich zurück erobert!
djangoshand In den folgenden Jahren wurde Charles Delauney, ein französischer Jazz-Fan und Förderer, zu seinem persönlichen Mentor, der ihn viele Jahre begleitete. Durch Gründung des "Hot Club de France" einer Art Verein zur Förderung des französischen Jazz, brachte Delauney in den folgenden Jahren viele später weltberühmte Jazz-Musiker wie z.B. Dizzie Gillespie oder Duke Ellington für Konzerte und Jam-Sessions u.a. nach Paris und auch mit Django Reinhardt zusammen.

Im Jahre 1934 erfolgte dann die Gründung des "Quintette du Hot Club de France ", nachdem Django und Stephane Grappelli -  beide Mitglieder der damaligen Band von Louis Vola, sich 1934 kennen gelernt hatten.

Als Besetzung des ausschliesslich aus Saiteninstrumenten bestehenden "Quintette du Hot Club de France" kristallisierte sich später die folgende Besetzung heraus:HCDF_1938

Django Reinhardt (Sologit.), Stéphane Grappelli (Viol. Piano), Joseph Reinhardt (Rhythmgit), Roger Chaput (Rhythmgit.) der später durch Pierre "Baro" Ferret abgelöst wurde und am Bass Francis Luca, später dann Louis Vola (siehe Foto links).

Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 weilte Django mit Stephane Grapelli grade in London für einige Konzerte. Doch Django wollte unbedingt zurück nach Paris zu seiner Familie. So blieb Stephane Grapelli allein in London und Django reiste zurück nach Frankreich.HCDF_1940

In den späteren Jahren zwischen 1939 und 1950 spielte Django in wechselnden "Hot Club de France"-Besetzungen, auch u.a. mit dem Klarinettisten Hubert Rostaing und Alix Combelle am Saxophon (siehe Foto rechts).
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Zwar gab es nach Kriegsende 1949 noch einmal eine "Reunion" der ursprünglichen Besetzung des Quintetts mit Stephane Grapelli, diese war allerdings nicht von langer Dauer.

In den Nachkriegsjahren ab 1945 war Djago sehr interessiert am Swing-Jazz und Bigbandsound der damaligen Zeit.
Inspiriert u.a. auch durch seine USA-Tournee mit Duke Ellington lernte er bis 1949 fast alle Grössen des Jazz kennen und experimentierte nach seiner Rückkehr nach Frankreich selbst mit diesem neuen Sound. Seine jüngeren Aufnahmen zeigen seine Wandlung hin zum eher Bebop-beeinflussten Spiel eines Charly Christian.

django3a Die in den späten 20er und bis in die 1950er Jahre durch das "Quintette du Hot Club de France" gemachten Tonaufnahmen sind legendär und nach wie vor Zeitzeugen aller dieser aussergewöhnlichen Musiker.
Djangos_Grave_SamoisDjango Reinhardt verstarb sehr früh, im Alter von grade einmal 43 Jahren, am 16. Mai 1953 im Krankenhaus von Fontainebleau an den Folgen eines Gehirnschlags. Bei seiner Beerdigung waren ausser seiner Families sehr viele seiner Freunde und seiner Fans zugegen.

Sein unnachahmliches Spiel, seine Kreativität und Spielfreude und die Fähigkeit Melodien zu erschaffen die in Ihrer Schönheit und Präzision kaum zu überbieten sind begeistern bis heute Heerscharen von Gitarristen und Musikfans in aller Welt.
Django Reinhardt war auf seine Art ein musikalische Genie welches immer unerreicht bleiben wird.
Wer weitergehend an Djangos Lebensgeschichte interessiert ist kann hier über sein Privatleben mehr lesen.

Im Internet findet sich auch hier eine recht detaillierte und gut gemachte Biografie über Django Reinhardt  (in englisch) zum nachlesen.



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