| Die Selmer-/Maccaferri-Gitarre |
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Bereits in den frühen 1920er Jahren waren in der damaligen Vorkriegszeit viele Gitarrenbauer, hauptsächlich aus Italien immigriert, nach Paris gekommen. Unter diesen Gitarrenbauern war auch ein italienischer Immigrant Namens Mario Maccaferri. Geboren 1900 in Cento nahe Bologna, war Maccaferri selbst ein guter Gitarrist und später auch ebensolcher Gitarrenbauer. Hier kann man seine von Paul Hostetter sehr detailliert beschriebene Lebensgeschichte (in englisch) nachlesen .
![]() Nachdem er zunächst eigene, klassische Gitarrenmodelle gebaut hatte (er war selbst klassischer Gitarrist) begann Maccaferri Anfang der 20er Jahre für die Fa. Selmer, die damals schon Musikinstrumente herstellte, zu arbeiten. Da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Verstärker für Instrumente wie Gitarren gab und die damaligen Jazz-Bands i.d.R. aus Bläsern bestanden war das Schicksal der Gitarristen "nicht gehört zu werden" allgegenwärtig. Maccaferri begann daher auf Wunsch von einigen damaligen bekannten Gitarristen neue Konzepte im Gitarrenbau zu entwickeln. Unter anderem entwickelte er ein Modell einer Gitarre die später als Maccaferri-Gitarre berühmt wurde. Diese Gitarre hatte u.a. ein grosses D-förmiges Schallloch (siehe Foto) und, um ihren Klang weiter zu verstärken, einen sog. eingebauten Resonator. Dieser Resonator war eine Art trichterförmig in den Korpus eingebaute 2. Schallkammer die den Klang des Korpus wie eine Art "Subwoofer" verstärkte. ![]() Diese Gitarren besitzen durch ihre spezielle Bauweise (u. a. durch die im Korpus eingebaute Klangverstärkung in Form eines Resonators aus Holz, siehe Foto links) einen ganz eigenen, sehr brillianten Klang und stehen eigentlich für den klassischen Django Reinhardt-Sound schlechthin. Diese Gitarren wurden durch Mario Maccaferri von 1931 bis 1952 gebaut. Nachdem Mario Maccaferri 1934 Selmer verlassen hatte, wurde das Design der Gitarren geändert: nach dem Übergangsmodell "Grand bouche", das u.a. von Joseph Reinhardt gespielt wurde, etablierte sich das Modell "petite bouche" mit dem sog. "Oval Hole" dem ovalen kleinen Schallloch, welche Django Reinhardt von nun an hauptsächlich spielte. Diese Gitarren haben durch ihre spezielle Bauform und Konstruktion und das kleine oval Schallloch einen sehr lauten, durchsetzungesfähigen Ton, weshalb diese Gitarrenform bis heute von den meisten Sintigitarristen gespielt wird. Django´s letzte Gitarre mit der Serien-Nr. #503 (Foto rechts) war eine Selmer Baujahr 1940, die Django bis zu seinem Tod 1953 spielte und die sich heute in der Médiathèque der Cité de la Musique in Paris befindet. Eine sehr gute Beschreibung der Geschichte der Selmer-Gitarren hat R.F. Charle, der heute noch einen Gitarrenladen in Paris betreibt, in seinem Buch "THE STORY OF SELMER MACCAFERRI GUITARS" geliefert Nachdem Maccaferri sich später aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen hatte übernahmen andere bis heute berühmte Gitarrenbauer die Bauform der Selmer-/Maccafferi Modelle. Als bekannteste Namen sind hier Favino, Castellucia oder Busato zu nennen. In unserem Gitarren-Archiv finden sich jede Menge Bilder dieser wundervollen Gitarren für den interessierten Gitarristen. Durch die immer grösser werdende Nachfrage gibt es heute weltweit immer mehr Gitarrenbauer die diese weltberühmten Gitarren (für fast jeden Geldbeutel) nachbauen. Siehe auch unter "Django Guitarmakers" . Leider treibt diese Nachfrage aber auch immer wieder recht seltsame Blüten. Wie auch in den News und unter "Warung vor falschen Favinos" nachzulesen ist, werden immer wieder gefälschte Gitarren im Internet angeboten die für teures Geld als Original angepriesen werden. Hiervor muss eindringlich gewarnt werden! mehr lesen |
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um ihren Klang weiter zu verstärken, einen sog. eingebauten Resonator. Dieser Resonator war eine Art trichterförmig in den Korpus eingebaute 2. Schallkammer die den Klang des Korpus wie eine Art "Subwoofer" verstärkte. 
gebaut. 




