CITES II

CITES II

  • Eilmeldung! Indian Palisander bis zum 02.01.2017 registrieren lassen!

    Gemäss einem aktuellen Informationsschreiben der Handelsvereinigung SOMM und dem Bundesverband deutscher Instrumentenhersteller BDMH gibt es dringenden Handlungsbedarf  bezgl. der Registrierung (auch bereits vorhandener) Instrumente welche seltene Palisander-Arten enthalten. Dies betrifft ca. 90% aller aktuell existierenden Gitarren, wie auch Geigen und Drums und andere Holzinstrumente da auf vielen dieser Instrumente Palisanderarten verarbeitet wurden!
    Das Thema ist brisant, und es ist topaktuell: Alle Palisander-Arten zählen ab dem 2. Januar 2017 zu den geschützten Arten. Was das für uns Gitarristen vermutlich bedeutet und was nicht, könnt ihr hier lesen...

    In Kurzform
    • Betroffen sind ab dem 02.01.2017 alle Arten von Palisander (engl. Rosewood oder Indian Palisander).
    • Man darf Instrumente mit Palisanderanteil auch nach dem 02.01.2017 ohne Papiere besitzen, die Nachweispflicht spielt erst beim Kauf/Verkauf eine Rolle.
    • Will man nach dem 02.01.2017 privat oder gewerblich ein Instrument mit Palisanderanteilen verkaufen, braucht man eine Vorerwerbsbescheinigung von der jeweilig zuständigen Behörde. Die für dich zuständige Behörde findest du in dieser Liste.
    • Instrumente können bis zum 31.12.2016 unter Angabe des Herstellers, Modellnamen und Seriennummer gemeldet werden.
    • Reisen innerhalb der EU: Bei Reisen innerhalb der EU sind keine Vorkehrungen zu treffen.
    • Reisen in das Nicht-EU Ausland: Bei der Reise in ein Nicht-EU Land ist die Mitnahme von Musikinstrumenten, die betroffene Hölzer beinhalten, ohne Vorlage von Dokumenten gestattet, sofern das Gewicht der von CITES II betroffenen Hölzer in allen Musikinstrumenten zusammen weniger als 10 KG beträgt. Das Gewicht von Transportbehältnissen und Zubehör wird nicht mit eingerechnet.
  • Was bedeutet CITES für uns Musiker?

    how cites works
    Um es gleich vorweg zu nehmen, die Sachlage ist einigermaßen kompliziert!

    Rio-Palisander, das liebste Holz aller Gitarrenbauer, steht seit 1992 unter strengstem Artenschutz und darf nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen gehandelt und verarbeitet werden.

    So richtig ins Bewusstsein aller Beteiligten ist das allerdings erst vor einigen Jahren vorgedrungen, seit die Behörden die Regeln und Verbote genauer kontrollieren. Vor allem Vintage-Händler, aber auch Hersteller hochwertiger Gitarren sind seither irritiert und versuchen sich mit den Bedingungen zu arrangieren. Musiker trauen sich nicht mehr mit ihren Instrumenten an die Öffentlichkeit, nehmen sie nicht mehr mit auf die Bühne. Wie gesagt, wenn es um Rio-Palisander, um Griffbretter, Zargen, Böden, Stege oder schlicht Furnier geht, ist die Sachlage kompliziert.

    So und nun, genauer gesagt ab dem 2. Januar 2017, wird die Lage noch ein bisschen komplizierter, denn nun stehen alle Palisanderarten, nicht nur Rio, unter Artenschutz. Mehr als 300 verschiedene Palisandervarianten aus aller Welt. Dazu noch Bubinga und Kosso, die als Holz im Instrumentenbau allerdings keine annähernd so große Rolle spielen.

    Welche Hölzer sind genau betroffen?

    Betroffen sind alle Arten des Palisanders m mitsamt der Unterarten (subspecies). Darunter fällt auch das oft verwendete indische Palisander Dalbergia latifolia. Ebenfalls unter Schutz gestellt werden drei Bubinga-Arten, Guibourtia tessmannii, Guibourtia pellegriniana, Guibourtia demeusei sowie Kosso Pterocarpus erinaceus.

    Was bedeutet dies nun für Musiker?

    Wer ein Instrument mit diesen genannten Hölzern zuhause stehen hat, muss an sich erstmal nichts tun. Kein Beamter wird an die Tür klopfen und nach einem Zertifikat für eine Gitarre fragen. Auch das Reisen und das Spielen von Konzerten im EU-Bereich ist nach wie vor unproblematisch.
    Dazu haben die Branchenverbände SOMM, GDM und BDMH gemeinsam ein Informationsschreiben zur Einstufung wichtiger Holzsorten in den Anhang II des CITES Artenschutzabkommens veröffentlicht.

    „Besitz: Für den reinen Besitz sind keine Nachweisdokumente erforderlich.“

    „Reisen innerhalb der EU: Bei Reisen innerhalb der EU sind keine Vorkehrungen zu treffen.“

    „Reisen in das Nicht-EU-Ausland: Bei der Reise in ein Nicht-EU Land ist die Mitnahme von Musikinstrumenten, die betroffene Hölzer beinhalten, ohne Vorlage von Dokumenten gestattet, sofern das Gewicht der von CITES II betroffenen Hölzer in allen Musikinstrumenten zusammen weniger als 10 kg beträgt. Das Gewicht von Transportbehältnissen und Zubehör wird nicht mit eingerechnet.  Diese Regelung gilt nur für die persönliche Mitnahme aus nicht kommerziellen Gründen.“

    Da die meisten Gitarren und Bässe nur Griffbretter aus Palisander aufweisen, also einen nur sehr kleinen und leichten Anteil, ist die Regelung hier also relativ klar und unproblematisch.

    Was liegt beim Verkauf betroffener Instrumente an?

    Hierzu wiederum die Branchenverbände:

    „Bei Verkauf innerhalb der EU: Für den Verkauf ist ein Nachweisdokument zu empfehlen. Dies ist in aller Regel die Handelsrechnung oder eine Bestätigung, auf der der Verbrauch legaler CITES II Hölzer genannt wird. Sollten keine derartigen Nachweise vorliegen, kann der Zoll oder die örtliche zuständige Landesbehörde Produkte beschlagnahmen, wenn sie von privat zum Verkauf angeboten werden.“

    Im Klartext: Wer ab dem nächsten Jahr sein betroffenes Instrument verkaufen möchte, muss nachweisen, dass er dies VOR DER NEUREGELUNG erworben hat. Dies ist nicht mit der Angabe der Seriennummer getan, da diese lediglich angibt, wann das Instrument gebaut wurde, nicht aber, wann der Besitzer es erworben hat.

    Was also ist zu tun?

    Die Branchenverbände geben eine klare Empfehlung heraus: Instrumente anmelden! „Im eigenen Interesse„, wie es heißt, sollten diese bis zum 02.01.2017 als so genannte Vorerwerbsware angemeldet werden. „Bis zu diesem Datum wird die zuständige Behörde ohne weitere Nachweise davon ausgehen, dass die betroffenen Instrumente vor dem Beginn der Neuregulierung in den Besitz gelangt sind. Nach diesem Datum ist eine Meldung als Vorerwerbsware zwar weiter möglich, die Behörde wird dann aber Nachweise (Kaufbelege; Bestandsnachweise aus der letzten Inventur o.ä.) darüber verlangen, dass die Instrumente vor dem 02.01.2017 erworben worden sind.“

    Wer also, wie es sicherlich vielen ergehen wird, die Gitarren privat angekauft haben, keinen Kaufbeleg zu seinem Instrument besitzt, hat dann das Nachsehen. Oder einen sehr hohen Aufwand, um das Erwerbsdatum nachzuweisen.

    Bei den Naturschutzbehörden bekommt jeder, der sich seinen Bestand dort anmeldet, ein Aktenzeichen zugewiesen. Dieses Aktenzeichen muss mit den Angaben zu den Hölzern, aus denen die Gitarre gebaut ist, auf einer Verkaufsquittung vorhanden sein – auch wenn man das Instrument privat verkauft. Außerdem steht man bei den Naturschutzbehörden in der Buchhaltungspflicht.
    D.h., dass auch jede Bestandsveränderung gemeldet werden muss. Ob das vielleicht einmal im Jahr geschehen kann oder für einen kürzeren Zeitraum, wird intern gerade diskutiert.

    Mehr zum Thema lesen (was ist CITES?)


  • Was bedeutet CITES für uns Musiker?

    how cites works
    Um es gleich vorweg zu nehmen, die Sachlage ist einigermaßen kompliziert!

    Rio-Palisander, das liebste Holz aller Gitarrenbauer, steht seit 1992 unter strengstem Artenschutz und darf nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen gehandelt und verarbeitet werden.

    So richtig ins Bewusstsein aller Beteiligten ist das allerdings erst vor einigen Jahren vorgedrungen, seit die Behörden die Regeln und Verbote genauer kontrollieren. Vor allem Vintage-Händler, aber auch Hersteller hochwertiger Gitarren sind seither irritiert und versuchen sich mit den Bedingungen zu arrangieren. Musiker trauen sich nicht mehr mit ihren Instrumenten an die Öffentlichkeit, nehmen sie nicht mehr mit auf die Bühne. Wie gesagt, wenn es um Rio-Palisander, um Griffbretter, Zargen, Böden, Stege oder schlicht Furnier geht, ist die Sachlage kompliziert.

    So und nun, genauer gesagt ab dem 2. Januar 2017, wird die Lage noch ein bisschen komplizierter, denn nun stehen alle Palisanderarten, nicht nur Rio, unter Artenschutz. Mehr als 300 verschiedene Palisandervarianten aus aller Welt. Dazu noch Bubinga und Kosso, die als Holz im Instrumentenbau allerdings keine annähernd so große Rolle spielen.

    Welche Hölzer sind genau betroffen?

    Betroffen sind alle Arten des Palisanders m mitsamt der Unterarten (subspecies). Darunter fällt auch das oft verwendete indische Palisander Dalbergia latifolia. Ebenfalls unter Schutz gestellt werden drei Bubinga-Arten, Guibourtia tessmannii, Guibourtia pellegriniana, Guibourtia demeusei sowie Kosso Pterocarpus erinaceus.

    Was bedeutet dies nun für Musiker?

    Wer ein Instrument mit diesen genannten Hölzern zuhause stehen hat, muss an sich erstmal nichts tun. Kein Beamter wird an die Tür klopfen und nach einem Zertifikat für eine Gitarre fragen. Auch das Reisen und das Spielen von Konzerten im EU-Bereich ist nach wie vor unproblematisch.
    Dazu haben die Branchenverbände SOMM, GDM und BDMH gemeinsam ein Informationsschreiben zur Einstufung wichtiger Holzsorten in den Anhang II des CITES Artenschutzabkommens veröffentlicht.

    „Besitz: Für den reinen Besitz sind keine Nachweisdokumente erforderlich.“

    „Reisen innerhalb der EU: Bei Reisen innerhalb der EU sind keine Vorkehrungen zu treffen.“

    „Reisen in das Nicht-EU-Ausland: Bei der Reise in ein Nicht-EU Land ist die Mitnahme von Musikinstrumenten, die betroffene Hölzer beinhalten, ohne Vorlage von Dokumenten gestattet, sofern das Gewicht der von CITES II betroffenen Hölzer in allen Musikinstrumenten zusammen weniger als 10 kg beträgt. Das Gewicht von Transportbehältnissen und Zubehör wird nicht mit eingerechnet.  Diese Regelung gilt nur für die persönliche Mitnahme aus nicht kommerziellen Gründen.“

    Da die meisten Gitarren und Bässe nur Griffbretter aus Palisander aufweisen, also einen nur sehr kleinen und leichten Anteil, ist die Regelung hier also relativ klar und unproblematisch.

    Was liegt beim Verkauf betroffener Instrumente an?

    Hierzu wiederum die Branchenverbände:

    „Bei Verkauf innerhalb der EU: Für den Verkauf ist ein Nachweisdokument zu empfehlen. Dies ist in aller Regel die Handelsrechnung oder eine Bestätigung, auf der der Verbrauch legaler CITES II Hölzer genannt wird. Sollten keine derartigen Nachweise vorliegen, kann der Zoll oder die örtliche zuständige Landesbehörde Produkte beschlagnahmen, wenn sie von privat zum Verkauf angeboten werden.“

    Im Klartext: Wer ab dem nächsten Jahr sein betroffenes Instrument verkaufen möchte, muss nachweisen, dass er dies VOR DER NEUREGELUNG erworben hat. Dies ist nicht mit der Angabe der Seriennummer getan, da diese lediglich angibt, wann das Instrument gebaut wurde, nicht aber, wann der Besitzer es erworben hat.

    Was also ist zu tun?

    Die Branchenverbände geben eine klare Empfehlung heraus: Instrumente anmelden! „Im eigenen Interesse„, wie es heißt, sollten diese bis zum 02.01.2017 als so genannte Vorerwerbsware angemeldet werden. „Bis zu diesem Datum wird die zuständige Behörde ohne weitere Nachweise davon ausgehen, dass die betroffenen Instrumente vor dem Beginn der Neuregulierung in den Besitz gelangt sind. Nach diesem Datum ist eine Meldung als Vorerwerbsware zwar weiter möglich, die Behörde wird dann aber Nachweise (Kaufbelege; Bestandsnachweise aus der letzten Inventur o.ä.) darüber verlangen, dass die Instrumente vor dem 02.01.2017 erworben worden sind.“

    Wer also, wie es sicherlich vielen ergehen wird, die Gitarren privat angekauft haben, keinen Kaufbeleg zu seinem Instrument besitzt, hat dann das Nachsehen. Oder einen sehr hohen Aufwand, um das Erwerbsdatum nachzuweisen.

    Bei den Naturschutzbehörden bekommt jeder, der sich seinen Bestand dort anmeldet, ein Aktenzeichen zugewiesen. Dieses Aktenzeichen muss mit den Angaben zu den Hölzern, aus denen die Gitarre gebaut ist, auf einer Verkaufsquittung vorhanden sein – auch wenn man das Instrument privat verkauft. Außerdem steht man bei den Naturschutzbehörden in der Buchhaltungspflicht.
    D.h., dass auch jede Bestandsveränderung gemeldet werden muss. Ob das vielleicht einmal im Jahr geschehen kann oder für einen kürzeren Zeitraum, wird intern gerade diskutiert.

    Mehr zum Thema lesen (was ist CITES?)


  • Was ist CITES?

    how cites worksNatürlich wissen wir, dass bereits zahllose Tier- und Pflanzenarten ausgerottet sind, aber ohne internationale Vereinbarungen ist es offenbar absolut nicht möglich, diesen unseligen Trend zu begrenzen und für den Fortbestand von Tier- und Pflanzenarten zu sorgen.
    1973 wurde deshalb in Washington ein Abkommen unterzeichnet, das fortan den weltweiten Handel mit Exemplaren geschützter Arten regeln sollte. Inzwischen haben mehr als 180 Staaten dieses Abkommen ratifiziert und in ihr nationales Recht überführt. Regelmäßig treffen sich die Unterzeichnerstaaten, um das Abkommen weiterzuentwickeln und die Schutzvorschriften anzupassen.

    Es ist die „Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora“ – kurz CITES.
    In Deutschland sind die 16 Bundesländer mit der Umsetzung der Vorschriften für den Handel innerhalb Deutschlands bzw. der EU betraut.
    Für die Erteilung von CITES-Genehmigungen zur Ein oder Wiederausfuhr aus Ländern bzw. in Länder außerhalb der EU ist das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn zuständig.
    cites 2016
    Sehr zu empfehlen, die entsprechenden Seiten im Netz. Ende September/Anfang Oktober 2016 haben sich die Vertragsstaaten in Südafrika getroffen und neue Vorschriften verabschiedet. Drei Monate danach treten sie in den einzelnen Ländern in Kraft, also am 2. Januar 2017. Am Status von Rio-Palisander wurde nichts geändert, dieses Holz steht nach wie vor in der höchsten Schutzklasse (im sog. CITES Anhang I).

    Jeglicher Handel, jegliche Verarbeitung ist verboten, es sei denn, ein Händler kann nachweisen, dass das Material legal der Natur vor 1992 entnommen worden ist.
    Das ist z. B. der Fall, wenn er das Holz/Instrument schon vor 1992 besessen hat.

    Gegenstände aus diesem Holz – in unserem Fall Instrumente – dürfen nicht ohne die erforderlichen EU-Bescheinigungen gehandelt werden, der Transport über EUGrenzen und jegliche kommerzielle Verwertung ist nur mit CITES-Genehmigungen bzw. EU-Bescheinigungen möglich.

    Im Fall von Instrumenten bedeutet dies, dass sie nicht ohne die bereits genannten EU-Bescheinigungen kommerziell zur Schau gestellt werden dürfen. Auch Instrumentenbauer dürfen solche Instrumente nur zur Reparatur annehmen, wenn der Besitzer über die erforderlichen Nachweisdokumente zum legalen Besitz (bezogen auf die artenschutzrechtlichen Bestimmungen) verfügt.

    Fazit

    Aktuell stehen mehr Fragezeichen als Fakten im Raum. Auch bei dem Leitfaden der Branchenverbände handelt es sich durchweg um Empfehlungen – welche Auswirkungen die neuen Richtlinien für uns Musiker tatsächlich haben werden, muss sich noch zeigen. Es ist aber auf jeden Fall davon auszugehen, dass Händler und Instrumentenbauer mit deutlich größerem Aufwand konfrontiert werden als die Spieler. Aber auch dies ist nur eine Vermutung. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seine betroffenen Gitarren, Bässe etc. noch in diesem Jahr registrieren. Ein Anruf bei der lokalen Unteren Naturschutzbehörde ist zudem anzuraten, um den für diese Sache zuständigen Bearbeiter gleich persönlich auszumachen. Denn von Mensch zu Mensch sieht manches Problem dann doch gleich durchsichtiger aus als wenn man sich stundenlang durch Paragrafen und Links fräst. Das ist zumindest unsere persönliche Erfahrung.

  • Was ist CITES?

    how cites worksNatürlich wissen wir, dass bereits zahllose Tier- und Pflanzenarten ausgerottet sind, aber ohne internationale Vereinbarungen ist es offenbar absolut nicht möglich, diesen unseligen Trend zu begrenzen und für den Fortbestand von Tier- und Pflanzenarten zu sorgen.
    1973 wurde deshalb in Washington ein Abkommen unterzeichnet, das fortan den weltweiten Handel mit Exemplaren geschützter Arten regeln sollte. Inzwischen haben mehr als 180 Staaten dieses Abkommen ratifiziert und in ihr nationales Recht überführt. Regelmäßig treffen sich die Unterzeichnerstaaten, um das Abkommen weiterzuentwickeln und die Schutzvorschriften anzupassen.

    Es ist die „Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora“ – kurz CITES.
    In Deutschland sind die 16 Bundesländer mit der Umsetzung der Vorschriften für den Handel innerhalb Deutschlands bzw. der EU betraut.
    Für die Erteilung von CITES-Genehmigungen zur Ein oder Wiederausfuhr aus Ländern bzw. in Länder außerhalb der EU ist das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn zuständig.
    cites 2016
    Sehr zu empfehlen, die entsprechenden Seiten im Netz. Ende September/Anfang Oktober 2016 haben sich die Vertragsstaaten in Südafrika getroffen und neue Vorschriften verabschiedet. Drei Monate danach treten sie in den einzelnen Ländern in Kraft, also am 2. Januar 2017. Am Status von Rio-Palisander wurde nichts geändert, dieses Holz steht nach wie vor in der höchsten Schutzklasse (im sog. CITES Anhang I).

    Jeglicher Handel, jegliche Verarbeitung ist verboten, es sei denn, ein Händler kann nachweisen, dass das Material legal der Natur vor 1992 entnommen worden ist.
    Das ist z. B. der Fall, wenn er das Holz/Instrument schon vor 1992 besessen hat.

    Gegenstände aus diesem Holz – in unserem Fall Instrumente – dürfen nicht ohne die erforderlichen EU-Bescheinigungen gehandelt werden, der Transport über EUGrenzen und jegliche kommerzielle Verwertung ist nur mit CITES-Genehmigungen bzw. EU-Bescheinigungen möglich.

    Im Fall von Instrumenten bedeutet dies, dass sie nicht ohne die bereits genannten EU-Bescheinigungen kommerziell zur Schau gestellt werden dürfen. Auch Instrumentenbauer dürfen solche Instrumente nur zur Reparatur annehmen, wenn der Besitzer über die erforderlichen Nachweisdokumente zum legalen Besitz (bezogen auf die artenschutzrechtlichen Bestimmungen) verfügt.

    Fazit

    Aktuell stehen mehr Fragezeichen als Fakten im Raum. Auch bei dem Leitfaden der Branchenverbände handelt es sich durchweg um Empfehlungen – welche Auswirkungen die neuen Richtlinien für uns Musiker tatsächlich haben werden, muss sich noch zeigen. Es ist aber auf jeden Fall davon auszugehen, dass Händler und Instrumentenbauer mit deutlich größerem Aufwand konfrontiert werden als die Spieler. Aber auch dies ist nur eine Vermutung. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seine betroffenen Gitarren, Bässe etc. noch in diesem Jahr registrieren. Ein Anruf bei der lokalen Unteren Naturschutzbehörde ist zudem anzuraten, um den für diese Sache zuständigen Bearbeiter gleich persönlich auszumachen. Denn von Mensch zu Mensch sieht manches Problem dann doch gleich durchsichtiger aus als wenn man sich stundenlang durch Paragrafen und Links fräst. Das ist zumindest unsere persönliche Erfahrung.

    Read more about CITES - Was bedeutet CITES für uns Musiker
  • What is CITES?

    how cites worksOf course we all know that already countless animal and botanical species are exterminated, so without international arrangements it is apparently not at all possible to limit this unblessed trend and to provide for the continuity of those animal and botanical species.
    Therefore, in 1973 an agreement which should regulate from now on worldwide trade with copies of protected kinds was signed in Washington. In the meantime, more than 180 states have ratified this agreement and have transferred and integrated it into their national law. Regularly there are meetings beeing held by the signatory's states to develop the agreement and to adapt the protective regulations.

    It is the „Convention on Internationally Trade in Endangered Species of game fauna and flora“ – briefly called CITES.
    In Germany 16 federal states are entrusted with the conversion of the regulations for trade within Germany or the EU.
    For the granting of CITES approvals to the one or reexportation from countries or into countries beyond the EU the Federal Agency for Nature Conservation (BfN) in Bonn is responsible. There are many recommendable websites on the net on CITES. Here we focus on the basics of the regulations.

    Cites in 2016
    At the end of September / beginning of October 2016 the signatories again have met in South Africa and have agreed to new regulations. Three months ago they come into force in the single countries, starting from the January 2nd 2017.

    Nothing was changed in the status of Rio rosewood, this wood is still in the highest protective class (in the so-called appendix CITES I).
    Any trade, any processing is forbidden, unless, a trader can prove that the material has been legally taken from the nature before 1992. Important to know for musicians: this is, e.g., the case if he/she has owned the wood / instrument already before 1992. This has to be prooved by bills or other legal papers to show the officials.

    Any Objects of this wood – in our case instruments – may be traded not without necessary EU certificates, the transport over EU-borders and any commercial utilisation is possible only with CITES approvals or EU certificates.

    In the case of any instruments affected this means that they may not even be displayed without those EU certificates commercially in any case, even for live-shows nor on images (at sales for example).
    Even luthiers may also not accept such instruments for repair, except only if the owner has the necessary proof that disposes documents for the legal possession (covered to the protection of endangered species-juridical regulations).

    Conclusion
    Actually more question marks than facts are about that whole CITES issue. Also the written guidelines of the branch associations are mainly recommendations – which effects all these new CITES regulations will really have for musicians is still to develop.

    However, it is to be assumed anyway from the facts that traders and instrument-builders (luthiers) are confronted with clearly bigger expenditure than the musicians themselfes. But this is only a supposition.
    Who really want to be safe, should register all of his affected guitars, basses or other instruments etc. until january 2nd 2017. Besides, a phone call at the local nature conservation authority is recommended, to find out the responsable editor for this issue at your local Agency for Nature Conservation.

    Read more on - What means CITES for musicians?


  • What means CITES for musicians?

    how cites works
    To say it clear: the whole issue of CITES is somewhat complicated!

    Rio rosewood, the favourite wood of most luthiers, is under the strictest protection of endangered species and may be traded only under definite conditions and be processed already since 1992.

    However, this has penetrated into the consciousness of all partners real properly only some years ago, since the authorities more strictly control all rules and bans.
    Especially all vintage traders, but also manufacturers of high-quality guitars were irritated since that time and try to come to an arrangement with these conditions ever since. Many musicians do not dare to be in public anymore with their instruments, many do not even take them on the stage anymore. As said if it is about Rio rosewood, about finger-boards, frames, grounds, footbridges or simply veneer, the state of issue is complicated.

    From the 2nd of January 2017 on, the situation still becomes even more complicated, because now all rosewood kinds, not only Rio, are put under protection of endangered species. More than 300 different rosewood variations from all over the world! In addition Bubinga and Kosso are added to the list, which actually dont play such a big part in instrument-building as sound-wood.

    Which wood is exactly concerned?

    All kinds of rosewood including all subspecies are concerned. Amongst that list is the very often used "Indian rosewood" (Dalbergia latifolia). Also under protection are now three kinds of Bubinga (Guibourtia tessmannii, Guibourtia pellegriniana, Guibourtia demeusei) as well as Kosso Pterocarpus erinaceus.

    What does this mean for musicians?

    Who ever owns any instrument with these woods and uses it just at home, must act at all. No officials will knock at the door and ask for a certificate for any guitar. Also the travelling and the playing of concerts within the EU area is still unproblematic.
    In addition the branch associations SOMM, GDM and BDMH have published a written information together for the classification of important and related woods in the appendix II of the protection of endangered species agreement CITES.

    „Possession: No proof documents are necessary for the pure possession.“
    „Travelling within the EU: With travelling within the EU no arrangements are to be made.“

    Travelling in the non-EU foreign countries:
    For travelling into a non-Eu country the entrainment of music instruments which contain affected woods is permitted without presentation of documents, as long as the amounts of weight of the wood affected by CITES II  in all music instruments together is less than 10 kg.
    The weight of transport containers and accessories is not included hereby. This regulation is valid only for the personal entrainment for not commercial reasons.“

    Because most guitars and basses contain mostly only finger-boards from real rosewood, here only a very small part of instruments are affected by the regulation - relatively clear and thus unproblematic for most musicians.

    What applies for the sales of affected instruments?

    Once more a hint of the branch associations:

    „For sales within the EU: For the sales a proof document is to be recommended. This is in general the commercial calculation (sales bill) or a confirmation on which the consumption of legal wood CITES II is stated.
    If no such proofs are given, the duty or the local responsible federal state authority can confiscate products if they are offered from privately to the sales.“

    In plain English: Who would like to sell his affected instrument from 2017 on, must prove that he has acquired this before THE REORGANISATION of CITES. This is not done with the information of the serial number of any instrument, as this merely brags, when the instrument was built, but not, when the owner has acquired it.

    What can to be done?

    The branch associations publish a clear recommendation: register your Instruments! „In your own interest, these instruments should be registered until february 1st 2017 as a so-called "preacquisition product".
    „Up to this date the responsible authority will assume that the affected instruments were bought and in the possession before the beginning of the new regulation without other proofs.
    Though after this date a registration is further possible as a "preacquisition product", but then however, the authority requires proofs (purchase documents, continuance proofs from the last stocktaking or similar) about the fact that the instruments have been acquired before february 1st 2017.

    Who owns no purchase document to his instrument, as it will happen to absolutely many which have bought guitars privately, may be in trouble. Or has a very high expenditure to prove the acquisition date.

    Everyone who applies for registering his instrument at the nature conservation authorities will get a file number assigned which announces the continuance for the whole registration process there. This file number must exist with the information on a sales receipt stating the wood of which the guitar is built from – even if one sells the instrument privately. Moreover, one stands in the accountancy duty at the nature conservation authorities (I.e. also every continuance change (sales) must be announced with the officials).

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